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Eva Korhammer, "Durchblick gesucht".
Jugendroman. 144 Seiten.
Downloadpreis 5,00 EUR.
Ups! Ausgerechnet das spannende Fortsetzungsbuch zum FAMILIENBÄNDIGER gibt’s nicht mehr. Na und? Geht ihr eben ins Internet und
ladet es euch
herunter (zum halben Buchpreis!). Macht euch schon mal drauf gefasst, dass ULLES Leben mit Zierfisch-Duschi, Heuschrecken-Kauz und anderen Naturereignissen nicht wirklich leichter geworden ist in Band 2!
Leseprobe (Seite 5):
Dass es an unserer Wohnungstür klingelt, streift mich nur
ober-
flächlich. Mein Zimmer ist zu. Von innen. Womit mein Privatleben
begonnen hätte.
Ausserdem bin ich ziemlich sicher, dass dieses Ding-dong da
draussen nicht mir gilt. Die Schule hat vor einer guten Stunde dicht
gemacht. Für schöne lange Osterferien dieses Jahr. Da wird sicher
keiner von den Kids aus der Klasse schon wieder unstillbare
Sehnsucht nach mir haben. Allenfalls von Evi könnte ich sowas
erwarten, aber die ist Richtung Elternhaus abgezogen. Erst mal.
Dinng-donng-dinng-donng. Jetzt im Zweierpack.
Na und? Laut Volkszählung lebten in dieser Wohnung vier
Personen, die auf den Namen Engels hörten. Blieben noch drei,
um den nervigen Klingelfinger abzustellen: ein Elternpaar und eine
Schwester. Letztere halb so alt und doppelt so neugierig wie ich.
Wieso hatte Schwester Lorchen eigentlich nicht hinter der Tür
Posten bezogen, bevor die Klingel überhaupt Saft kriegte?
Dinnngg-donnngg-dinnngg-donnngg.
Also gut. Ich geb's zu: ich bin über fünfzehn, und meine Nerven
sind nicht mehr ganz neu. Reiner Selbsterhaltungstrieb, dass ich
meine
Gebeine nun doch wieder für den aufrechten Gang
programmiere und mein Zimmer verlasse.
Unsere Flurtür hat eine Milchglasscheibe und verrät nur, dass
solches Gelock um den Kopf und solche gerundeten Schultern
womöglich zu einem weiblichen Wesen gehörten.
Das Wesen trägt
viel schwarzes Leder und wenig Mini. Sowas kann selbst mir die
Sprache verschlagen.
"Hallo, ich bin die Aggie, weißste?" sagt es.
"Nee!", sage ich.
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